Heute darf Lina mit Mama und Papa in den Supermarkt. Die Türen gehen auf, und drinnen ist es lebendig: Ansagen aus den Lautsprechern, Stimmen und Schritte. Lina bleibt dicht bei Mama, damit sie Mama und Papa nicht aus den Augen verliert.
Papa nimmt einen Einkaufswagen. „Lina, bleib immer beim Wagen“, sagt Mama. Lina hält den Griff fest und schiebt langsam. Die Räder klackern auf den Fliesen und ein Rad quietscht kurz.
Am Eingang holen sie noch ein Brot. Dann sind sie bei Obst und Gemüse. Äpfel, Birnen und Mandarinen liegen ordentlich in Kisten. Mama öffnet eine Papiertüte. „Wir machen Apfelkompott“, sagt sie. Lina wählt sechs Äpfel aus, prüft jeden kurz und legt ihn hinein. Danach nimmt Mama eine Schale Erdbeeren aus dem Kühlregal. „Für später“, sagt sie, und Lina nickt.
Als sie weitergehen wollen, entdeckt Lina ein Schild: „Achtung, Boden kann nass sein.“ Ein Mitarbeiter wischt den Gang. Lina stoppt sofort. Genau da rutscht die Apfeltüte in Mamas Hand. Ein Apfel fällt heraus und schlägt auf dem Boden auf. Er landet nah an der nassen Stelle.
„Nicht rennen“, sagt Papa schnell. Lina bleibt ruhig. Neben dem Kühlregal sitzt ein Hund mit gelber Weste bei einer Frau. Der Hund bellt zweimal freundlich. „Alles gut“, sagt die Frau leise.
Der Mitarbeiter stellt den Eimer zur Seite. „Ich mach Platz.“ Lina geht langsam an der trockenen Kante entlang, bückt sich und hebt den Apfel auf. Papa hält den Wagen so, dass niemand drängelt. Lina steckt den Apfel zurück und drückt die Tüte oben zu. „Danke“, sagt sie. Mama nickt. „Gut aufgepasst.“
Jetzt kaufen sie Gemüse fürs Mittagessen: Karotten, Zucchini, Paprika und Salat. Lina hält die Einkaufsliste, und Mama liest kurz vor. Lina tippt mit dem Finger auf jedes Wort, das sie schon haben. „Noch Zwiebeln“, sagt Papa, und Lina findet sie im Regal darunter.
Danach gehen sie zum Gewürzregal. „Fürs Kompott brauchen wir Zimt“, sagt Mama. Lina entdeckt die kleinen Tütchen und reicht sie rüber. Papa nimmt noch eine Zitrone. „Ein bisschen Saft dazu“, erklärt er, „dann schmeckt es frischer.“
An der Kasse legt Lina die Sachen aufs Band. Beim Scannen piept es. Neben der Kasse liegen Süßigkeiten, aber Lina fragt erst. „Heute nicht“, sagt Mama, „dafür gibt’s nachher Erdbeeren.“
Mama bezahlt, und die Münzen klimpern kurz. Dann wird alles eingepackt.
Draußen kommen die Taschen in den Fahrradkorb. Lina setzt den Helm auf und prüft den Riemen. Mama klingelt mit guter Laune, bevor sie losfahren.
Auf dem Heimweg ist Lina zufrieden: Gemüse fürs Mittagessen, Erdbeeren für später – und Äpfel fürs Apfelkompott. Zuhause hilft Lina beim Schälen, und später darf sie probieren. „Genau richtig“, sagt sie.
Wissen über Apfelkompott
Für Apfelkompott braucht man Äpfel, etwas Wasser und, wenn man mag, ein bisschen Zimt. Die Äpfel werden zu Hause gewaschen, dann schält ein Erwachsener sie und schneidet sie in kleine Stücke. Damit nichts anbrennt, kommt ein kleiner Schluck Wasser in den Topf, bevor die Apfelstücke dazugelegt werden.
Dann wird alles bei mittlerer Wärme gekocht, bis die Äpfel weich sind. Zwischendurch rührt man um, und am Ende kann man das Kompott so lassen, wie es ist, oder es mit einem Löffel zerdrücken, wenn es ganz fein werden soll. Warm duftet es besonders gut, und kalt schmeckt es auch – zum Beispiel als Nachtisch oder zu Joghurt.
PDF-Download der Klanggeschichte „Einkaufstag im Supermarkt“
Auch wenn die Geschichte beim Vorlesen mit passenden Geräuschen besonders lebendig wird, gibt es die Gute-Nacht-Geschichte „Einkaufstag im Supermarkt“ hier auch als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken:
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