Am Nachmittag des 5. Dezember geschah im Flur etwas, das das Mäusekind Mika zunächst für ausgesprochen merkwürdig hielt. Lina saß auf dem Boden, hatte einen ihrer Winterstiefel zwischen die Knie geklemmt und bearbeitete ihn mit einer Bürste. Dabei schrubbte sie so gewissenhaft über das Leder, dass Mika, der hinter der Schrankwand hervorlugte, eine ganze Weile zusah.
Der Stiefel war ohnehin sauber. Jedenfalls nach Mikas Begriffen. Er konnte weder Brotkrümel noch Staub daran entdecken, und selbst an der Sohle klebte kaum etwas. Trotzdem bürstete Lina weiter, rieb mit einem Tuch über die Spitze und stellte den Stiefel schließlich neben seinen Partner an die Wohnungstür. Danach ging sie ein paar Schritte zurück, betrachtete beide und rückte den linken noch um eine Handbreit zur Seite.
Mika verstand überhaupt nichts.
„Lina hat ihre Stiefel vor die Tür gestellt“, berichtete er. „Beide.“
Seine Mama ließ sich davon vorerst wenig beeindrucken. „Dafür ist ein Flur ein geeigneter Platz.“
„Aber sie hat sie geputzt. Und sie lässt sie dort stehen.“
Nun sah seine Mama doch auf. „Heute ist der 5. Dezember.“
Mika wartete. Offenbar sollte ihm das etwas sagen.
Als weiterhin nichts geschah, erklärte seine Mama, dass in der kommenden Nacht der Nikolaus käme. Kinder stellten am Abend vorher ihre geputzten Schuhe oder Stiefel bereit, und am nächsten Morgen fänden sie darin kleine Überraschungen.
Mika hörte sehr aufmerksam zu. „Was für Überraschungen?“
„Nüsse. Mandarinen. Süßigkeiten. Solche Sachen.“
Bei dem Wort Nüsse wurde Mika noch aufmerksamer. „Einfach so?“
Seine Mama nickte.
Mika dachte an Linas große Winterstiefel. In einen einzigen passten vermutlich so viele Walnüsse, dass eine Mäusefamilie mehrere Wochen damit auskäme. Wenn der Nikolaus wirklich beide füllte, erschien Mika das außerordentlich großzügig.
„Und warum macht er das?“
Seine Mama zuckte mit den Schultern. „Weil Nikolaus ist.“
Bei Menschen gab es Dinge, die offenbar getan wurden, weil ein bestimmter Tag im Kalender stand. Am 1. Dezember zündeten sie eine Kerze an. Jeden Morgen wurde eine kleine Schublade im Adventskalender geöffnet. Und am 5. Dezember putzte Lina ihre Stiefel, damit in der Nacht jemand Nüsse hineinlegte. Je länger Mika darüber nachdachte, desto besser gefiel ihm der Dezember.
Dann fiel ihm etwas ein.
Seine Mama bemerkte es sofort.
Mika rückte ein Stück näher. „Wenn der Nikolaus Kindern etwas in die Stiefel legt, könnte er Mäusen doch ebenfalls etwas bringen.“
„Vielleicht.“
„Dann brauche ich einen Stiefel.“
Mika sah auf seine Hinterpfoten. Einen Stiefel besaß er tatsächlich nicht. Er hatte überhaupt keine Schuhe. Das war ihm bisher nie als Mangel aufgefallen. Nun erschien es plötzlich höchst unpraktisch. Wer keine Stiefel hatte, konnte schwerlich einen vor die Tür stellen.
Eine Weile saß er auf dem dunkelblauen Wollfaden und dachte nach. Er versuchte sich vorzustellen, wo in der Wohnung ein besonders kleiner Schuh zu finden sein könnte. Vielleicht gehörte einer von Linas Puppen ein Stiefel. Allerdings hätte Lina bestimmt bemerkt, wenn plötzlich einer fehlte. Aus Papier ließe sich eventuell etwas falten, doch Mika wusste beim besten Willen nicht, wie ein Stiefel gefaltet wurde.
Seine Mama kümmerte sich inzwischen wieder um die Vorräte. Sie kannte ihren Sohn gut genug, um zu wissen, dass diese Angelegenheit längst noch nicht beendet war.
Mika ging im Nest auf und ab. Dabei stieß er mit der Pfote an eine leere Walnussschale. Er blieb stehen. Die Schale lag seit einigen Tagen neben seinem Schlafplatz. Eine Hälfte war noch fast vollständig erhalten. Nur am Rand fehlte ein winziges Stück.
Mika hob sie auf und betrachtete sie. Sie war klein. Sie war innen hohl. Und man konnte etwas hineinlegen! Das reichte ihm. „Ich habe einen.“
Seine Mama sah über die Schulter. Mika hielt die Walnussschale hoch.
„Das ist eine Nussschale.“
„Ab jetzt ist es ein Stiefel.“
Seine Mama begann zu lächeln. „Dann scheint ja alles geklärt.“
Mika störte sich nicht am Schmunzeln in ihrer Stimme. Er setzte die Walnussschale auf den Boden und betrachtete seinen neuen Nikolausstiefel von allen Seiten. Ganz zufrieden war er allerdings noch nicht. Linas Stiefel hatten oben einen weichen Rand. Der Nussschale fehlte so etwas.
Sein Blick fiel auf den dunkelblauen Wollfaden. Die Wolle hatte Mika vor ein paar Tagen unter dem Sessel hervorgezogen. Davon war noch genug vorhanden. Mika zupfte ein kurzes Stück heraus. „Davon machen wir oben etwas dran.“
Seine Mama seufzte, half aber.
Eine Weile arbeiteten beide an der Walnussschale. Mika wickelte den Wollfaden um den oberen Rand, seine Mama hielt das Ende fest. Zweimal rutschte alles wieder herunter. Beim dritten Versuch knoteten sie die Wolle an der kleinen Kerbe fest, an der ein Stück der Schale fehlte. Nun hatte der Mäusestiefel einen dunkelblauen Rand.
Mika stellte ihn vor sich hin. Das Ergebnis war eindeutig eine Walnussschale. Für Mika war es eindeutig ein Stiefel.
„Der Nikolaus erkennt das bestimmt.“
Nun entstand das nächste Problem. Ein Nikolausstiefel musste vor die Tür.
Die Wohnungstür befand sich vom Mäusenest aus betrachtet beinahe am anderen Ende ihres bekannten Gebietes. Mika war schon im Flur gewesen, aber selten. Dort gab es wenig Deckung. Die Fußleisten liefen zwar an der Wand entlang, doch zwischen Wohnzimmer und Haustür lag ein breiter Abschnitt, an dem die Menschen ständig vorbeikamen.
Außerdem musste der Stiefel rechtzeitig dort stehen. Mika wollte auf keinen Fall bis tief in die Nacht warten. Was, wenn Nikolaus früh kam? Vielleicht begann er seine Runde schon direkt nach dem Abendessen.
Seine Mama hielt das für unwahrscheinlich, wusste es jedoch ebenfalls nicht genau.
Gegen Abend wurde im Haus viel herumgelaufen. Linas Vater kam nach Hause und stellte seine Schuhe neben die Garderobe. Linas Mutter brachte einen Einkaufskorb in die Küche. Lina kam mehrfach zu ihren Stiefeln, prüfte sie noch einmal und legte schließlich einen kleinen Zettel daneben.
Mika konnte von seinem Versteck aus nicht lesen, was darauf stand. Das beschäftigte ihn. „Was schreibt man dem Nikolaus?“
Seine Mama wusste es nicht. „Vielleicht ihren Namen.“
Mika sah auf seinen Walnussstiefel. Er hatte keinen Zettel. Falls mehrere Mäuse ihre Stiefel vor die Tür stellten, konnte das zu Verwechslungen führen.
Seine Mama erklärte ihm, sie halte einen größeren Andrang von Mäusestiefeln im Flur für eher unwahrscheinlich.
Mika fand trotzdem, dass sein Stiefel irgendwie gekennzeichnet werden müsse. Er suchte einen Zettel und schließlich fand er ein abgerissenes Stück am Boden, das wohl unbemerkt vom Tisch heruntergefallen war.
Mika nahm es, legte es auf den Boden und suchte nach etwas zum Schreiben. Einen Bleistift hatte er natürlich nicht im Nest. Nach längerem Überlegen rieb er die Papierkante an dem roten Wachskrümel entlang.
Es entstand ein kleiner roter Strich. Mehr bekam Mika damit nicht zustande. „Das bin dann ich“, sagte er.
Seine Mama betrachtete den Strich. „Das wird dem Nikolaus gewiss sofort einleuchten.“
Mika befestigte den Papierfetzen zwischen Wollrand und Nussschale. Der Mäusestiefel war fertig. Nun musste er in den Flur.
Sie warteten bis nach dem Abendessen. Lina saß in ihrem Zimmer, ihre Mutter war in der Küche, und der Vater telefonierte oben. Aus dem Wohnzimmer drang Weihnachtsmusik. Die Haustür blieb geschlossen.
Mika schob die Walnussschale vor sich her. Auf dem Teppich ging das gut. Die raue Oberfläche bremste den Stiefel, und Mika konnte ihn ohne Mühe in Richtung Wohnzimmertür bewegen. Seine Mama lief daneben und beobachtete den Flur.
„Bis zur Fußleiste“, flüsterte sie. „Danach bleibst du dicht an der Wand.“
Mika nickte und schob weiter. An der Schwelle zum Flur änderte sich der Boden. Der Teppich endete. Nun kam glattes Holz. Mika setzte die Pfoten an die Nussschale und gab ihr einen kleinen Schubs. Der Stiefel rutschte los. Mika sprang hinterher und hielt ihn fest. „Das geht schneller“, stellte er erfreut fest.
Stück für Stück kamen sie voran. Der Mäusestiefel glitt dicht an der Fußleiste entlang. Zweimal mussten sie anhalten, weil aus der Küche Schritte zu hören waren. Einmal blieb Mika mit seiner Nussschale hinter dem Schirmständer sitzen, während Linas Mutter durch den Flur ging und einen Stapel Handtücher nach oben brachte.
Mika hielt den Atem an. Die Nussschale stand direkt neben seiner Pfote. Linas Mutter ging kaum einen Meter an ihnen vorbei. Sie bemerkte nichts. Erst als ihre Schritte oben verschwanden, krochen Mika und seine Mama wieder hervor.
Endlich standen standen Linas Winterstiefel vor ihnen. Aus der Nähe waren sie gewaltig. Mika musste den Kopf weit in den Nacken legen, um den oberen Rand sehen zu können. Die Lederoberfläche glänzte tatsächlich. Lina hatte gründlich gearbeitet.
Mika ging um den linken Stiefel herum. Dann stellte er seinen eigenen daneben. Die Walnussschale reichte kaum bis zur Sohle des Menschenstiefels. Mika trat zurück und betrachtete beide.
Seine Mama setzte sich neben ihn. „Zufrieden?“
Mika nickte. Sehr sogar.
Da hörten sie eine Tür. Lina.
Beide huschten geschwind in den schmalen Schatten hinter Linas Stiefeln. Mika drückte sich an die Wand. Seine Mama saß unmittelbar neben ihm. Lina kam den Flur entlang. Sie hatte ihren Schlafanzug an und trug ein Buch unter dem Arm. Offenbar wollte sie noch einmal nach ihren Stiefeln sehen, bevor sie ins Bett ging.
Mika wagte kaum zu atmen. Lina blieb stehen. Ihre Füße befanden sich direkt vor ihnen. Zunächst sah sie nur ihre beiden Winterstiefel. Dann bemerkte sie etwas am Boden.
Die Walnussschale! Lina kniete sich hin. Mika sah ihre Hand näher kommen. Sie griff allerdings nicht sofort danach. Stattdessen legte sie das Buch auf den Boden und betrachtete den kleinen Gegenstand genauer.
Eine halbe Walnussschale. Oben war ein dunkelblauer Wollfaden darumgewickelt. An der Seite steckte ein winziges Stück Papier mit einem roten Strich. Lina zog die Augenbrauen zusammen. Sie sah zu ihren geputzten Stiefeln. Dann wieder zur Nussschale. Langsam begann sie zu lächeln.
„Das ist jetzt nicht dein Ernst.“
Mika wusste nicht, ob sie mit ihm sprach oder mit dem Stiefel.
Lina hob die Walnussschale vorsichtig an. Sie drehte sie zwischen den Fingern, betrachtete den Wollrand und entdeckte den kleinen Papierfetzen.
Mika wurde unruhig. Was, wenn sie seinen Stiefel wegnahm? Er rückte einen halben Schritt vor.
Seine Mama legte ihm die Pfote auf den Rücken.
Lina stellte die Schale zurück. Genau an dieselbe Stelle. Danach richtete sie den blauen Wollfaden ein wenig, weil er an einer Seite herunterhing.
Mika entspannte sich. Sie hatte verstanden. Ganz sicher.
Lina blieb noch eine Weile auf dem Boden sitzen. Dann sah sie zur Wohnzimmertür. Von dort aus konnte sie die Schrankwand erkennen.
„Du stellst einen Nikolausstiefel hin.“
Mika hob unwillkürlich den Kopf.
Lina lächelte noch breiter.
„Eine Walnuss ist zwar kein Stiefel, aber ich nehme an, darüber lässt sich streiten.“
Mika fand das unnötig. Natürlich war es ein Stiefel.
Seine Mama musste dicht neben ihm das Lachen unterdrücken.
Lina stand auf. Sie nahm ihr Buch und ging einige Schritte in Richtung Treppe. Dort blieb sie stehen, drehte sich um und sah noch einmal auf die winzige Nussschale. Dann ging sie in die Küche.
Mika wollte sofort hervorkommen.
Seine Mama hielt ihn zurück. „Warte.“
Aus der Küche waren Schubladen zu hören. Eine Schranktür ging auf. Lina kam wieder. Dieses Mal hielt sie etwas in der Hand.
Mika reckte den Hals. Er konnte nicht erkennen, was es war.
Lina kniete erneut bei den Stiefeln nieder. Ihre Hand verschwand vor der Walnussschale. Was sie getan hatte, konnte Mika aus seinem Versteck nicht erkennen.
„Gute Nacht“, sagte Lina leise. Sie sah dabei zu den Winterstiefeln. Oder vielleicht ein klein wenig dahinter. Dann nahm sie ihr Buch und ging die Treppe hinauf.
Sie warteten, bis oben eine Tür geschlossen wurde. Aus der Küche kam noch Licht, also blieben sie weiterhin hinter dem Stiefel. Nach einiger Zeit erschien Linas Vater im Flur. Mika duckte sich erneut.
Er ging zur Garderobe, nahm seine Jacke vom Haken und suchte in einer Tasche. Dann fiel sein Blick auf den Boden. Mika wurde heiß unter dem Fell. Der Vater sah die Walnussschale. Er bückte sich.
„Was ist das denn?“
Mikas Mama spannte sich an.
In diesem Augenblick kam Linas Mutter aus der Küche. „Was?“
Er zeigte auf die Nussschale. „Das hier.“
Sie trat näher und betrachtete den kleinen Mäusestiefel.
Mika wäre am liebsten tief unter den Fußboden gekrochen.
Nun wussten es beide Eltern. Linas Vater nahm die Schale zwischen zwei Finger. Der blaue Wollrand rutschte ein wenig zur Seite. „Hat Lina das gebastelt?“
Die Mutter sah sich den kleinen Papierfetzen an. „Vermutlich.“
Der Vater schmunzelte. „Ein Walnussstiefel.“
„Vielleicht für eine Puppe.“
Mika saß hinter Linas Stiefel und konnte kaum glauben, dass zwei erwachsene Menschen seinen sorgfältig gebauten Nikolausstiefel untersuchten. Dann stellte Linas Vater die Schale zurück.
„Lassen wir ihn stehen. Irgendwer wird sich etwas dabei gedacht haben.“
Die Eltern gingen. Er wartete, bis auch in der Küche das Licht erlosch. Nun kam niemand mehr. Mika schob vorsichtig den Kopf hinter dem Stiefel hervor. Der Flur lag dunkel vor ihm. Nur vom Treppenfenster fiel schwaches Licht herein.
Sein kleiner Nikolausstiefel stand noch immer da. „Jetzt.“ Mika lief hin.
Seine Mama folgte.
Er blieb vor der Walnussschale stehen. Lina hatte tatsächlich etwas hineingelegt. Mika beugte sich darüber. Dann blickte er seine Mama an.
„Da ist schon etwas drin.“
„Dann war der Nikolaus erstaunlich früh.“
Mika steckte die Pfote hinein und holte einen winzigen Zettel heraus. Mehr war es nicht. Enttäuscht war er trotzdem nicht. Er faltete das Papier auseinander. Darauf stand in Linas Schrift:
FÜR DIE KLEINE GRAUE MAUS
BITTE BIS MORGEN WARTEN.
Mika schaute zur Treppe. Lina hatte also dafür gesorgt, dass sein Stiefel stehen blieb. Sie wusste, was er vorhatte. Und sie wollte, dass er bis morgen wartete.
Mika setzte sich neben die Walnussschale. „Wenn der Nikolaus nachts kommt, muss ich doch eigentlich hierbleiben.“
Seine Mama schüttelte den Kopf. „Lina schläft ebenfalls in ihrem Bett und sitzt nicht neben ihren Stiefeln.“
Dann machten sie sich auf den Rückweg. Im Nest legte Mika sich auf seinen dunkelblauen Wollfaden. Seine Mama machte es sich neben ihm bequem. Mika war noch lange wach.
Er dachte an die beiden großen Winterstiefel im Flur und an die winzige Walnussschale daneben. Er fragte sich, wie der Nikolaus überhaupt ins Haus kam. Durch die Wohnungstür konnte er schlecht gehen, wenn sie abgeschlossen war. Vielleicht besaß er einen Schlüssel für sämtliche Häuser. Vielleicht durfte jemand, der Nikolaus war, einfach überall hinein.
Mika wollte seine Mama danach fragen. Sie hatte die Augen bereits geschlossen.
„Wie weiß der Nikolaus, was ich gern mag?“
Seine Mama antwortete schläfrig. „Wenn Lina es weiß, stehen die Chancen nicht schlecht.“
Über Nikolausstiefel und den heiligen Nikolaus
Am Abend des 5. Dezember stellen viele Kinder ihre frisch geputzten Schuhe oder Stiefel vor die Tür. Am nächsten Morgen, dem Nikolaustag, finden sie darin Nüsse, Mandarinen, Schokolade oder kleine Geschenke. Aber weshalb müssen die Schuhe vorher geputzt werden?
Das gehört zum überlieferten Brauch: Die Kinder bereiten ihren Platz für die Nikolausgaben sorgfältig vor. Eine feste Regel, wie sauber ein Stiefel sein muss, gibt es natürlich nicht. Und wer besonders große Schuhe besitzt, bekommt deshalb nicht automatisch mehr Süßigkeiten!
Hinter dem Nikolausbrauch steht eine historische Person: Nikolaus war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra, einer Stadt in der heutigen Türkei. Über ihn wurden zahlreiche Geschichten erzählt, in denen er armen Menschen half und heimlich Geschenke machte. Sein Gedenktag ist der 6. Dezember. Wie die Geschenke zu den Kindern kommen, unterscheidet sich je nach Region. Mancherorts besucht der Nikolaus die Familien persönlich, anderswo füllt er nachts die bereitgestellten Schuhe. Eine halbe Walnussschale als Nikolausstiefel gehört allerdings zu Mikas ganz eigener Erfindung!
Ein winziger Nikolausstiefel und eine Geschichte zum Downloaden
Mäuschen Mika braucht für sein Nikolausglück nicht viel: eine halbe Walnussschale, ein Stückchen Wollfaden und jede Menge Einfallsreichtum. Zum Glück passt seine ganze Geschichte auf ein paar Seiten Papier! Hier können Sie die Weihnachtsgeschichte kostenlos als PDF herunterladen und ausdrucken. Vielleicht wird sie ja am Abend des 5. Dezember vorgelesen, während nebenan bereits die Nikolausstiefel auf ihren großen Auftritt warten?
Mäuschen Mikas Nikolausabenteuer auf Pinterest
Ein Stiefel aus einer Walnussschale? Für Mäuschen Mika ist das eine wunderbare Idee! Und bis sein winziger Nikolausstiefel schließlich neben Linas großen Winterstiefeln steht, gibt es einiges zu erleben. Drei Bilder zeigen unterschiedliche Szenen aus der Weihnachtsgeschichte „Mäuschen Mika und der kleinste Nikolausstiefel“. Wenn Ihnen Mikas kleines Abenteuer gefällt, können Sie Ihr Lieblingsbild auf Pinterest pinnen.
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