Mäuschen Mika und die rasende Adventsschublade

Am Morgen des 4. Dezember entdeckte Mika etwas, das ihm bisher entgangen war. Dabei stand das Ding schon seit Tagen im Wohnzimmer: Auf der niedrigen Kommode neben dem Fenster befand sich ein Adventskalender aus Holz. Er sah aus wie ein kleines Haus. Oben saß ein rotes Dach, darunter waren vierundzwanzig winzige Schubladen in geraden Reihen angeordnet. Auf jeder stand eine Zahl. Sie hatten einen kleinen Knopf zum Herausziehen, der für Mikas Pfoten viel zu groß gewesen wäre.

Mika kannte den Kalender natürlich. Er hatte ihn bisher nur für ein Möbelstück der Menschen gehalten, das ihn weiter nichts anging. An diesem Morgen änderte sich das. Lina kam noch vor dem Frühstück ins Wohnzimmer. Sie trug dicke Wollsocken, die Haare standen ihr wild vom Kopf ab, und sie gähnte, während sie zur Kommode ging. Mika saß hinter der Schrankwand und beobachtete sie durch den Spalt.

Lina blieb vor dem Holzhaus stehen und suchte mit dem Finger zwischen den kleinen Zahlen. „Vier“, murmelte sie. „Wo hast du dich versteckt?“ Mika wurde aufmerksam. Eine Vier kannte er. Er konnte sogar bis weit über vier hinaus zählen! Lina fand die Schublade, zog sie heraus und nahm ein kleines, in Silberpapier gewickeltes Stück Schokolade heraus. Eigentlich wollte sie die Schublade wieder hineinschieben, doch aus der Küche rief ihre Mutter, das Frühstück sei fertig. Lina legte sie auf die Kommode und lief hinaus.

Mika sah ihr hinterher und gleich darauf wieder zur Schublade. Sie stand allein vor dem Kalenderhaus. Klein war sie, jedenfalls für menschliche Verhältnisse. Für Mika hatte sie ungefähr die richtige Größe, um darin zu sitzen. Dieser Gedanke kam ihm sofort, und er versuchte, ihn wieder loszuwerden.

„Ich möchte sie nur aus der Nähe ansehen“, sagte Mika. Seine Mama legte die Apfelschale weg. „Das sagtest du bei deinen früheren Abenteuern ebenfalls.“ Mika erklärte, diesmal wolle er wirklich nur schauen. Das überzeugte seine Mama nicht ganz, trotzdem durfte er bis zur Kommode gehen, sobald die Menschen das Haus verlassen hatten. Seine Mama bestand allerdings darauf mitzukommen.

Nach dem Frühstück zog Lina ihre Jacke an. Der Vater ging kurz vor ihr aus dem Haus, die Mutter folgte wenig später. Lina lief noch einmal ins Wohnzimmer, weil sie ihr Mäppchen auf dem Sofa liegen gelassen hatte. Mika zog den Kopf aus dem Spalt und wartete. Kurz darauf fiel die Wohnungstür ins Schloss. Nun war das Haus ruhig.

Mika und seine Mama schlüpften aus ihrem Versteck, liefen an der Fußleiste entlang, huschten hinter dem Sessel vorbei und erreichten die Kommode. Das Möbel hatte unten eine Querleiste, über die sie gut hinaufkamen. Von dort führte ein schmaler Spalt an der Rückseite nach oben. Mika war als Erster auf der Kommodenplatte.

Die Aussicht gefiel ihm. Von hier konnte er bis zum Esstisch sehen, hinüber zum Sofa und auf den Teppich, der sich durch das halbe Wohnzimmer zog. Vor ihm stand das hölzerne Adventshaus. Aus der Nähe wirkte es beträchtlich größer als vom Boden aus.

Mika ging langsam daran entlang und betrachtete die vierundzwanzig Schubladen. Die 1 stand links oben, die 2 fand er weiter unten und die 3 wieder oben. Die Menschen hatten die Zahlen offenbar absichtlich durcheinandergebracht. „Warum machen sie das?“, wollte er wissen, als seine Mama gerade über die hintere Kante auf die Kommode kletterte.

Sie besah sich den Kalender. „Vielleicht macht das Suchen Spaß.“

Mika dachte darüber nach. Das konnte sein. Menschen taten erstaunlich viele Dinge allein deshalb, weil ihnen das Suchen gefiel. Sie versteckten Eier an Ostern und Geschenke an Geburtstagen. Gelegentlich suchten sie sogar ihre Brille, obwohl das bestimmt nicht von vornherein gewollt war.

Mika entdeckte die 24 in zwei zweiten Zeile und beugte sich näher heran. Seine Mama erklärte ihm vorsichtshalber, dass diese Schublade erst an Weihnachten geöffnet werde. Mika versicherte, er habe lediglich sehen wollen, wo sie stecke, und ging weiter. An Nummer 4 angekommen, blieb er stehen.

Die Schublade lag vor dem Kalenderhaus. Lina hatte die Schokolade herausgenommen, deshalb war sie leer. Mika stellte sich daneben und betrachtete sie von allen Seiten. Das Holz war glatt, innen roch es schwach nach Kakao. Neugierig legte er beide Vorderpfoten auf den Rand und drückte dagegen.

Die Schublade glitt ein kleines Stück über die Kommode.

Mikas Augen wurden größer. Er grinste und kletterte in die Schublade. Sie passte ausgezeichnet. Er konnte die Vorderpfoten auf den Rand legen, und sogar sein Schwanz hatte genug Platz.

„Man könnte damit fahren“, stellte er fest.

Seine Mama betrachtete die Schublade. „Man könnte damit auch von der Kommode fallen.“

Mika hörte nicht zu. Er setzte sich zurecht, streckte eine Hinterpfote über den hinteren Rand und stemmte sie gegen den festen Holzrahmen des Adventskalenders. Dann stieß er sich ab.

Die Schublade glitt ein Stück vorwärts und blieb stehen. „Hast du das gesehen?“

„Ja. Und jetzt steig bitte aus.“

Mika stieg tatsächlich aus, allerdings nur, um die Schublade wieder zurückzuschieben. Beim zweiten Versuch stieß er sich kräftiger ab. Diesmal glitt sein kleines Holzgefährt beinahe bis zu dem Bleistift, der mitten auf der Kommode lag.

Mika war begeistert. Seine Mama dagegen fand, dass zwei Versuche völlig ausreichten.

„Eine letzte Fahrt“, bat Mika.

Seine Mama wusste aus Erfahrung, dass „eine letzte Fahrt“ bei ihrem Sohn ein dehnbarer Begriff war. Trotzdem half sie ihm, die Schublade zurück zum Kalender zu schieben. Dabei bemerkte keiner der beiden, dass sie nun ein wenig schräg stand.

Mika kletterte hinein. Dieses Mal wollte er besonders weit kommen. Er stemmte seine Hinterpfote gegen den Kalenderrahmen und stieß sich mit aller Kraft ab.
Die Schublade schoss los.

Schon nach wenigen Augenblicken merkte Mika, dass etwas nicht stimmte. Statt geradeaus zu gleiten, bewegte sich die Schublade schräg über die Kommode. Der Bleistift kam näher. Klack. Die Schublade streifte ihn mit einer Ecke. Er rollte davon, während Mikas kleines Gefährt noch weiter zur Seite geriet. Mika streckte eine Vorderpfote über den Rand, um auf der Kommode zu bremsen. Doch auf der glatten Oberfläche fand er keinen Halt.

„Mama!“

Seine Mama lief bereits hinter ihm her. Sie versuchte, die Schublade zu erwischen, bekam aber nur kurz eine Ecke zu fassen. Dann war der Rand der Kommode gefährlich nahe.
Mika zog die Pfoten zurück. Am liebsten wäre er sofort ausgestiegen, doch dafür bewegte sich die Schublade viel zu schnell.

Kurz darauf ragte die Vorderseite über die Kommodenkante. Die Schublade begann zu kippen, und Mika rutschte nach vorn. Im letzten Augenblick packte seine Mama den hinteren Rand und hielt die Schublade fest.

„Mama?“

„Bleib ganz ruhig sitzen.“

Seine Mama stemmte die Hinterpfoten gegen das Holz der Kommode und zog. Die Schublade bewegte sich ein kleines Stück zurück, blieb dann jedoch wieder hängen.
Mika wagte kaum zu atmen. Unter ihm lag der Teppich, und von hier oben erschien der Abstand gewaltig.

Gestern war er wegen einer Haferflocke quer durch das Wohnzimmer gelaufen. Heute saß er in einer Adventskalenderschublade, die halb über einer Kommodenkante hing. Langsam bekam er den Eindruck, der Dezember sei ein ausgesprochen beschäftigter Monat.

Seine Mama zog erneut. Diesmal gelang es ihr, die Schublade ein wenig weiter zurückzubringen. Da hörten beide die Wohnungstür. Mika erstarrte. Jemand kam herein. Schritte im Flur. Lina!

Sie musste etwas vergessen haben. Ihre Jacke raschelte, danach hörte Mika den Reißverschluss ihres Schulranzens. „Ich bin gleich wieder weg!“, rief sie in Richtung Küche.

Mika und seine Mama sahen sich erschrocken an. Die Schublade hing noch immer über dem Rand.

Lina kam ins Wohnzimmer. Zuerst bemerkte sie nichts. Sie ging zum Sofa, nahm ein Heft vom Tisch und schob es in ihre Tasche. Dann wandte sie sich schon wieder zur Tür.
Mikas Mama versuchte, die Schublade ein letztes Stück zurückzuziehen.

Das Holz schabte über die Kommode. Lina blieb stehen. Sie drehte sich um und sah zur Kommode. Dort hing Schublade Nummer 4 halb über dem Rand. Lina runzelte die Stirn. Am Morgen hatte sie sie doch neben den Kalender gelegt.

Langsam kam sie näher. Mika drückte sich tief in die Schublade. Vielleicht würde sie ihn übersehen. Vielleicht würde sie das Ding einfach zurückschieben. Lina blieb direkt davor stehen. Mika sah zuerst nur ihre Hände, dann beugte sie sich herunter. Ihre Augen wurden groß.

„Du.“

Mika wusste sofort, dass sie ihn erkannt hatte. Es war das erste Mal, dass Lina ihn aus solcher Nähe sah. Gestern war Mika bloß über den Teppich gehuscht. Heute saß er kaum eine Armlänge vor ihr in einer Holzschublade und konnte nirgendwohin.

Lina bewegte sich zunächst überhaupt nicht. Das half. Mika hatte genug damit zu tun, sein Herz wieder in einen vernünftigen Takt zu bekommen. Dann sah Lina, wie weit die Schublade bereits über die Kante ragte.

„Oh.“

Sie stellte ihre Schultasche auf den Boden. Mika rückte zurück, und sofort kippte die Schublade ein kleines Stück. Lina hob beide Hände. „Gut. Bleib da. Ich fasse dich nicht an.“

Mika verstand ihre Worte. Trotzdem wusste er noch nicht recht, ob er ihr trauen sollte. Hinter dem Adventskalender saß seine Mama. Lina konnte sie unmöglich sehen, aber Mika wusste, dass sie jede Bewegung beobachtete. Ganz langsam streckte Lina eine Hand unter die Schublade. Mika wich zurück.

„Ich nehme nur das Ding.“

Ihre Finger berührten den Holzboden. Die Schublade hob sich ein Stück und lag wieder waagerecht. Lina schob sie behutsam zurück auf die Kommode. Dann nahm sie die Hand weg und trat einen Schritt zurück.

Mika blieb sitzen.

Er hätte sofort hinausspringen können. Trotzdem tat er es noch nicht. Lina stand vor ihm und sah ihn an. Mika sah zurück.

Nun konnte er ihr Gesicht genau erkennen. Das Pony hing ihr in die Stirn. An einer Stelle war ihre Nase ein wenig rot von der Kälte draußen. Über der Schulter hing noch der Riemen ihrer Schultasche.

Lina lächelte. „Du bist also der Haferflockendieb.“

Mika legte die Ohren an. Die Haferflocke hatte er weder gestohlen noch heimlich genommen. Sie hatte ausdrücklich für ihn auf der Untertasse gelegen.

Dann sah Lina auf die Schublade. „Und heute fährst du mit meinem Adventskalender herum.“

Mika richtete sich etwas auf. Das klang vorwurfsvoller, als er angemessen fand.

Lina korrigierte sich. „Na gut. Eigentlich mit der Schublade.“

Mika setzte eine Vorderpfote auf den Rand. Lina ging noch einen Schritt zurück, und nun sprang er heraus. Er blieb auf der Kommode sitzen. Zwischen ihm und Lina lagen kaum zwei Handbreit.

Lina verhielt sich vollkommen ruhig. Mika sah zum Adventskalender, dann zur Schublade und anschließend wieder zu ihr. „Ich würde damit jedenfalls nicht noch einmal fahren“, sagte Lina.

Mika hätte ihr gern erklärt, dass er inzwischen zu demselben Ergebnis gekommen war. Stattdessen putzte er sich kurz über die Schnurrhaare. Hinter dem Kalender bewegte sich etwas. Seine Mama.

Mika erinnerte sich plötzlich daran, dass er hier oben keineswegs allein war. Er lief zur Rückseite der Kommode, blieb kurz davor noch einmal stehen und sah zu Lina. Sie hob ganz langsam eine Hand und bewegte nur zwei Finger. Ein kleiner Gruß.

Mika überlegte. Dann hob er für einen Augenblick eine Vorderpfote und verschwand hinter dem Adventskalender.

Lina starrte auf die Stelle. Sie hatte es gesehen. Ganz eindeutig. Das Mäuschen hatte die Pfote gehoben.

Hinter dem Kalender packte Mikas Mama ihren Sohn bereits am Arm. „Komm.“ Sie liefen den schmalen Weg an der Rückseite der Kommode hinunter. Mika musste sich beeilen, denn seine Mama legte ein Tempo vor, das jede weitere Besichtigung ausschloss.

Unten angekommen, flitzten sie an der Fußleiste entlang. Erst hinter dem Sessel verlangsamte seine Mama ihre Schritte. Kurz vor dem Schrank fragte seine Mama schließlich nach der erhobenen Pfote. Darauf wusste Mika schneller eine Antwort.

„Lina hat mir geholfen. Sie hätte die Schublade nehmen oder mich anfassen können. Hat sie aber nicht. Sie hat sie nur zurückgeschoben und gewartet.“

Seine Mama hatte das ebenfalls gesehen. „Und deshalb hast du ihr gewunken?“

„Nur ein bisschen.“ Nun musste die Mäusemama doch lächeln. „Ein bisschen winken. Natürlich.“

Sie schlüpften hinter die Schrankwand. Mika setzte sich auf seinen dunkelblauen Wollfaden und war froh, wieder festen Boden unter den Pfoten zu haben.

Nach einigen Minuten hörten sie Lina im Wohnzimmer. Sie musste endlich zurück zur Schule. Bevor sie ging, schob sie die Schublade Nummer 4 wieder in den Adventskalender. Mika hörte das leise Klacken des Holzes.

Dann kam Lina zur Schrankwand. Ihre Schuhe blieben vor dem Spalt stehen. „Die Vier ist wieder an ihrem Platz“, sagte sie. „Und du lässt sie besser dort.“ Damit ging Lina.

Später beim Abendessen erzählte Lina ihren Eltern, dass die kleine graue Maus heute etwas Neues ausprobiert habe. Ihr Vater hob schon bei den Worten „etwas Neues“ die Augenbrauen.

„Muss ich wissen, was?“

Lina erzählte von der Schublade. Den gefährlichen Teil ließ sie etwas kürzer ausfallen, verschwieg ihn allerdings nicht vollständig, denn ihre Mutter wollte wissen, weshalb unter Nummer 4 plötzlich eine Schramme zu sehen war.

Der Vater legte die Gabel hin. „Die Maus ist mit der Schublade über die Kommode gefahren?“

Er sah zu seiner Frau. Linas Mutter musste lachen.

„Das ist wirklich nicht lustig“, sagte er, wobei sein Mundwinkel eine andere Meinung verriet. „Wenn sie heruntergefallen wäre, hätten wir jetzt vermutlich eine verletzte Maus und einen kaputten Adventskalender.“

Lina erzählte, dass sie rechtzeitig gekommen sei und die Schublade zurückgeschoben habe. Mika habe gewartet, bis genug Platz gewesen sei, und sei danach von selbst verschwunden.

„Mika?“, fragte ihre Mutter.

Lina hielt inne. Sie hatte sich den Namen gerade ausgedacht. „Ich weiß gar nicht, wie die Maus heißt“, sagte sie. „Mika kam mir gerade einfach in den Kopf.“

Hinter der Schrankwand saß ein kleines graues Mäuschen und riss die Augen auf. Seine Mama sah ihn an. Mika legte beide Pfoten vor den Mund. Lina hatte seinen Namen gesagt. Einfach so! Zufällig. Zumindest musste es Zufall gewesen sein.

Am Tisch sprach ihr Vater bereits weiter. Er meinte, Lina solle der Maus künftig besser keine Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Außerdem wollte er am Wochenende noch einmal nachsehen, ob irgendwo hinter der Schrankwand ein Zugang nach draußen führte.

Lina nickte.

Mika hörte nur halb zu.

Mika. Sie hatte Mika gesagt!

Seine Mama beugte sich zu ihm. „Nun bilde dir darauf bloß nichts ein. Sie hat irgendeinen Namen gesucht.“

Mika dachte darüber nach. Von allen Namen, die es gab, hatte Lina ausgerechnet seinen gewählt. Das konnte einem Mäuschen schon gefallen. Und es war eine gute Fahrt gewesen. Bis auf das Ende.

Und wenn er ganz vernünftig darüber nachdachte, konnte Nummer 4 künftig tatsächlich im Kalender bleiben. Es gab schließlich noch dreiundzwanzig andere Schubladen.

Seine Mama öffnete die Augen. „Denk nicht einmal daran.“

Mika sah sie erstaunt an. Er hatte gar nichts gesagt. Das war das Beunruhigende an Mäusemamas. Sie wussten erstaunlich viel.

Warum hat der Adventskalender 24 Türchen?

Weihnachtsgeschichte: Mäuschen Mika und die rasende Adventsschublade

Ein Adventskalender macht das Warten auf Weihnachten ein bisschen spannender. Vom 1. bis zum 24. Dezember wird jeden Tag ein Türchen geöffnet, ein Säckchen ausgepackt oder eine kleine Schublade herausgezogen. Doch Adventskalender gab es schon, als noch niemand Schokolade darin versteckte. Damals hatten Familien ganz andere Ideen, um die Tage bis Weihnachten zu zählen.

Die Vorläufer unserer heutigen Adventskalender entstanden bereits im 19. Jahrhundert. Manche Eltern malten 24 Kreidestriche an eine Tür oder Wand. Jeden Tag durften die Kinder einen davon wegwischen. In anderen Familien wurden nach und nach kleine Bilder aufgehängt. Später entstanden gedruckte Adventskalender, zunächst mit Bildern zum Ausschneiden oder Aufkleben und schließlich auch mit Türchen zum Öffnen.

Heute gibt es Adventskalender in allen möglichen Formen: als Häuschen mit Schubladen, als Reihe kleiner Stoffbeutel oder als großes Bild mit 24 Türchen. Darin stecken längst nicht immer Süßigkeiten. Manche Kalender enthalten Rätsel, Geschichten, Bastelideen oder kleine Überraschungen.

Eine Besonderheit gibt es auch noch: Der Adventskalender beginnt immer am 1. Dezember, die Adventszeit dagegen nicht! Der erste Adventssonntag kann schon im November liegen. Deshalb sind die vier Adventssonntage und die 24 Tage des Adventskalenders nicht dasselbe.

Eine rasante Geschichte zum Ausdrucken

Zum Glück braucht es beim Vorlesen keine Sicherheitsgurte – selbst dann nicht, wenn Mäuschen Mika mit seiner Adventsschublade ordentlich Fahrt aufnimmt! Die lustige Adventsgeschichte gibt es hier auch zum kostenlosen Herunterladen und Ausdrucken. Bestens geeignet für eine gemütliche Vorlesestunde, bei der höchstens vor Lachen jemand ins Rutschen gerät.

Rasende Adventsschublade

Mäuschen Mika auf Pinterest – eine rasante Adventsgeschichte zum Merken

Mäuschen Mika hat bei seiner Schubladenfahrt zwar die Bremse vergessen, aber auf Pinterest darf sein Abenteuer ruhig noch ein bisschen weiterrollen! Drei Bilder zur lustigen Adventsgeschichte stehen hier zur Auswahl. So lässt sich die Geschichte für eine gemütliche Vorlesestunde vormerken oder mit anderen teilen.

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